PLATTEN 20. Feb. 2026

Ulver — Childhood’s End (2012)

Ulver, das norwegische Kollektiv um Kristoffer Rygg, das seit den Neunzigern durch so ziemlich jedes Genre gewandert ist — Black Metal, Elektronik, Ambient, Trip-Hop — hat hier ein reines Cover-Album vorgelegt. 16 Songs aus den Sechzigern, fast ausschliesslich obskure Psychedelia: Electric Prunes, Chocolate Watchband, 13th Floor Elevators, Beau Brummels, The United States of America. Aufgenommen in zwei Sessions in den Crystal Canyon Studios in Oslo, im Herbst 2008 und im Sommer 2011, mit zwei verschiedenen Drummern. Rygg beschreibt das Projekt als ‚missionarisch‘ — er wollte zeigen, dass es vor Black Sabbath verdammt gute Musik gab.

Das Ergebnis ist eigenwillig. Ulver nehmen diese Songs nicht auseinander und bauen sie neu zusammen, wie man es von ihnen erwarten würde. Stattdessen spielen sie sie relativ treu, mit einer gewissen Erhabenheit und Wärme, die den Originalen manchmal fehlte. Ben Ratliff von der New York Times lobte genau das: die Ambitionen der Originale werden hier ernst genommen. Andere Kritiker fanden, dass Ulver die Songs nicht genug zu ihren eigenen machen. Beides stimmt. Als Einführung in obskure Sixties-Psychedelia funktioniert die Platte grossartig. Als Ulver-Album fehlt ihr die Risikobereitschaft, die ‚Perdition City‘ oder ‚Shadows of the Sun‘ auszeichnet. Auf Kscope als Doppel-LP erschienen.

Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/Childhood%27s_End_(album),https://ulver.bandcamp.com/album/childhoods-end,https://www.loudersound.com/music/albums/ulver-childhood-s-end,https://rateyourmusic.com/release/album/ulver/childhoods-end/


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