PLATTEN 20. Feb. 2026

The Notwist — Vertigo Days (2021)

Sieben Jahre nach „Close to the Glass“ haben The Notwist mit „Vertigo Days“ ein Album abgeliefert, das manche Kritiker auf eine Stufe mit „Neon Golden“ stellen. Das ist ein gewagter Vergleich, aber er ist nicht falsch. Die Brüder Acher und ihre Mitstreiter aus Weilheim haben diesmal radikal anders gearbeitet: Die Songs entstanden aus Improvisationen, oft ausgehend von geloopten Fragmenten alter, kratziger Schallplatten auf dem Plattenspieler. Die Pandemie hat den Prozess beeinflusst, aber das ist kein Lockdown-Album im banalen Sinn. Es geht um Stillstand und die Konfrontation mit sich selbst.

Die Gästeliste liest sich wie das Programm von Markus Achers Alien Disko Festival in München: Angel Bat Dawid an Klarinette und Gesang, Ben LaMar Gay, Juana Molina, Saya von Tenniscoats und die japanische Brassband Zayaendo. Keiner dieser Gäste wirkt aufgesetzt. Molina hat aus losen Beats und Orgelfragmenten einen ganzen Song komponiert, Bat Dawid improvisiert sich durch „Into The Ice Age“. Die Platte hat Krautrock-Rhythmen als Fundament, dazu Bläser, Orgel und Gitarren in Schichten, die ineinander verlaufen. Metacritic gab 75 von 100, was den Konsens gut abbildet. Wer The Notwist nur von „Consequence“ kennt, wird überrascht sein. Im positiven Sinn.

Quellen: https://floodmagazine.com/84176/the-notwist-vertigo-days-track-by-track/,https://narcmagazine.com/album-review-the-notwist-vertigo-days/,https://www.metacritic.com/music/vertigo-days/the-notwist,https://thenotwist.bandcamp.com/album/vertigo-days


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