PLATTEN 20. Feb. 2026

Matt Skiba And The Sekrets — Babylon (2012)

Matt Skiba kennt man als Kopf von Alkaline Trio, und die Sekrets waren sein Versuch, sich vom Pop-Punk-Korsett zu befreien. An seiner Seite: Hunter Burgan (AFI) am Bass und Jarrod Alexander (My Chemical Romance) an den Drums. Die Idee war klar — 80er-Synths, New Wave, Joy Division statt drei Akkorde und Selbstmitleid. Die erste Hälfte klingt trotzdem verdächtig nach Alkaline Trio mit Keyboard drüber. Songs wie „Luciferian Blues“ könnten glatt von einem Alk3-Album stammen. Das ist nicht per se schlecht, aber wenn man sich als Soloprojekt verkauft, sollte der Unterschied schon hörbar sein.

Ab der zweiten Hälfte wird es interessanter. „Olivia“ hat stark verhallte Vocals und Gitarrenarbeit, die an The Police erinnert. Da merkt man, dass Skiba wirklich woanders hin wollte. Die Kritiken waren gespalten — Consequence of Sound gab dem Album ein glattes D, andere fanden es solide. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen: Babylon ist eine Platte von jemandem, der experimentieren wollte, aber seine alten Gewohnheiten nicht ganz losgeworden ist. Auf 180g-Vinyl klingt das Ganze warm und voll, und wer Alkaline Trio mag, wird hier genug finden. Wer einen radikalen Neuanfang erwartet hat, wird enttäuscht.

Quellen: https://consequence.net/2012/08/album-review-matt-skiba-and-the-sekrets-babylon/,https://www.allmusic.com/album/babylon-mw0002339659,https://dyingscene.com/archive/album-review-matt-skiba-and-the-sekrets-babylon/


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