PLATTEN 20. Feb. 2026

Ezra Furman — Transangelic Exodus (2018)

Ezra Furman hat ‚Transangelic Exodus‘ zwischen Dezember 2016 und August 2017 in Tim Sanduskys Ballistico Studios in Chicago aufgenommen, zusammen mit seiner Band The Visions. Das Album erzählt eine lose zusammenhängende Geschichte: Furman ist in einen Engel verliebt, und weil Engel illegal sind, fliehen die beiden in einem roten Camaro quer durch ein feindseliges Amerika. Furman selbst nennt es kein Konzeptalbum, sondern ‚fast einen Roman‘ — eine Mischung aus Fiktion und halbwahren Memoiren, ein queeres Outlaw-Epos. Die Trans-Thematik im Titel ist kein Zufall. Furman verarbeitet hier offen Geschlechtsidentität, jüdischen Glauben und das Gefühl, seit der Kindheit Aussenseiterin zu sein.

Musikalisch ist das eine der stärksten Indie-Rock-Platten des Jahres 2018. Furman faltet Industrial-Kanten in amerikanischen Rock, schraubt den Lärm hoch und lässt trotzdem Platz für verletzliche Momente. Songs wie ‚Suck the Blood from My Wound‘ und ‚Love You So Bad‘ sind gleichzeitig wütend und zärtlich. Die Platte klingt paranoid, gehetzt, aber nie panisch — eher wie jemand, der weiss, dass die Flucht kein Ende hat, und trotzdem weiterfährt. Auf Bella Union erschienen, auf lavendelfarbenem Vinyl eine echte Augenweide. Wer Springsteen, Bowie und Lou Reed in einem Satz hören will, ohne dass es nach Retro klingt, landet hier richtig.

Quellen: https://ezrafurman.bandcamp.com/album/transangelic-exodus,https://albumism.com/reviews/ezra-furman-transangelic-exodus,https://www.loudandquiet.com/reviews/ezra-furman-transangelic-exodus/,https://drownedinsound.com/releases/20205/reviews/4151600


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