PLATTEN 20. Feb. 2026

Elvis Costello & The Imposters — Look Now (2018)

Costellos 30. Studioalbum und das erste mit den Imposters (Steve Nieve, Pete Thomas, Davey Faragher) seit zehn Jahren. Produziert hat er es zusammen mit Sebastian Krys in den EastWest Studios und United Recording in Hollywood, Electric Lady Studios in New York und den Armoury Studios in Vancouver. Klingt aufwendig, ist es auch. Das ist kein Punk-Album, kein New-Wave-Album, das ist Costello als Songwriter im klassischen Sinn: 60er-Pop, Broadway-Dramatik, Burt Bacharach am Klavier.

Bacharach hat drei Songs mitgeschrieben: „Don’t Look Now“, „Photographs Can Lie“ und „He’s Given Me Things“. Zwanzig Jahre nach Painted from Memory also die zweite gemeinsame Runde. Dazu kommt „Burnt Sugar Is So Bitter“, ein Song den Costello mit Carole King geschrieben hatte und der zwei Jahrzehnte als Demo in der Schublade lag. Das Ergebnis: Costello singt so gut wie seit Jahren nicht. Das Album hat den Grammy für Best Traditional Pop Vocal Album gewonnen, bei der 62. Verleihung im Januar 2020. War sein erster Album-Grammy.

Look Now ist nicht das Album, mit dem man Costello-Anfänger abholt. Wer My Aim Is True oder Armed Forces will, wird hier enttäuscht. Das hier ist für Leute, die Imperial Bedroom mögen, die Painted from Memory kennen, die wissen, dass Costello schon immer mehr konnte als wütende Zweieinhalb-Minuten-Songs. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine der besten Platten seiner Spätphase.

Quellen: Wikipedia (Look Now), AllMusic, Variety (Chris Willman Review), American Songwriter (Grammy-Bericht), Rolling Stone, elviscostello.com


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