PLATTEN 20. Feb. 2026

Elvis Costello And The Roots — Wise Up Ghost (2013)

Die Platte existiert, weil Costello regelmäßig bei Jimmy Fallon aufgetreten ist, wo The Roots die Hausband sind. Questlove wusste, dass Costello Fan von D’Angelos Voodoo-Album war, und hat irgendwann vorsichtig eine Zusammenarbeit vorgeschlagen. Costello: „Quest dropped this little code phrase to me. I knew what he meant right away.“ Erst war es als EP geplant, dann wuchs das Projekt. Aufgenommen wurde in New York, Philadelphia und Vancouver, ohne Label-Druck und ohne Deadline. Erschienen ist es am 17. September 2013 auf Blue Note Records.

Wise Up Ghost recycelt bewusst älteres Costello-Material. „Wake Me Up“ kombiniert Stücke aus „Bedlam“ und „The River in Reverse“ zu stechendem Funk. „Stick Out Your Tongue“ nimmt sich „Pills and Soap“ vor, Costellos Proto-Rap von 1983, und baut daraus einen schleichenden Groove. Questlove hat als Produzent zusammen mit Steven Mandel und Costello die Fäden gezogen, und seine Prince-Obsession hört man überall: Wah-Gitarren, dichte Beats, Schichten über Schichten. AllMusic gab vier von fünf Sternen und nannte es „an exquisitely detailed, imaginative record“.

Das ist kein einfaches Album. Es verlangt Arbeit vom Hörer. Wer Costellos Katalog kennt, entdeckt Querverweise und Samples. Wer The Roots kennt, hört, wie sie Costellos Songs zerlegen und neu zusammensetzen. Wer keins von beiden kennt, steht vor einer dichten, düsteren Platte, die sich erst nach dem dritten oder vierten Durchlauf öffnet. Genau das macht sie gut.

Quellen: Wikipedia (Wise Up Ghost), AllMusic (Stephen Thomas Erlewine Review), Rolling Stone, elviscostello.com (Liner Notes), Blue Note Records


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